Unsere Reise begann mit dem Flug von Auckland nach Cristchurch, wo wir bereits einen schönen Blick von oben auf die verschneiten Berge der Südinsel hatten. Christchurch war ganz nett, aber im Vergleich zu der Landschaft sind die neuseeländischen Städte eher unspektakulär. Zuerst haben wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft gemacht, da wir im Voraus kein einziges Hostel gebucht hatten. Da aber gerade noch Nebensaison ist, sind wir auch schnell fündig geworden. Haben die Nacht in einem 6er Zimmer verbracht, mit einem Nebenschläfer, der riesengroße Männerschuhe und Frauenperücken trug…leider haben wir ihn/ sie nie zu Gesicht bekommen

Am nächsten Tag haben wir die Banks Peninsula erkundet. Die Landschaft war typisch für Neuseeland, d.h. sehr viel grün und super blaues Meer, was allerdings auf den Fotos irgendwie unwirklich aussieht.


Am gleichen Tag haben wir uns noch auf den Weg zu unserem nächsten Stop Lake Tekapo gemacht. Der See liegt im Landesinneren und ist umgeben von Bergen. Hier hat es auch das erste Mal angefangen zu schneien. Da das Wetter am nächsten Morgen ganz gut aussah, haben wir uns spontan entschlossen auf den Hausberg zu wandern. Fast oben angekommen, sind wir in einen Schneesturm geraten und haben Zuflucht in der Sternenwarte gefunden. Bilder vom Schneesturm gibt es leider keine, da wir das unseren Fotos nicht zumuten wollten.


Nach dem Schneesturm am Morgen konnten wir dann gegen Abend einen Spaziergang am Strand bei Sonnenschein genießen. An dem Strand gab es große Steinkugeln, die nach Maorisage versteinerte Flaschenkürbisse sind, die vom Schiff gefallen sind


Die Kugeln waren so groß, dass Meli gerade so noch drübergucken konnte
Nicki hat eine Kugel ganz besonders toll gefunden und Meli wollte auch mal “probewohnen”, aber die Flut war schneller.


Unser nächster Stop war Dunedin und die dazugehörige Otago Peninsula. Auf der Insel soll es angeblich Seelöwen, Pinguine, Delphine und Albatrosse geben. Wir haben leider nur Seelöwen gesehen, dafür sogar näher als uns lieb war…Unser erster Versuch um Seelöwen zu beobachten wurde durch starken Regen frühzeitig beendet und wir mussten zurück ins Hostel, um uns umzuziehen. Der zweite Versuch war zumindest wettertechnisch anfangs besser. Allerdings waren die Schlechtwetterwolken schneller als wir und es hat wieder angefangen zu regnen und was noch schlimmer war, zu stürmen. Dadurch hat der “Sandfly Beach” seinem Name alle Ehre gemacht. Wir hatten die Wahl entweder zum Auto zurückzugehen oder durch die Dünen zu einem Pinguin-Beobachtungshaus zu laufen. Wir haben uns für letzteres entschieden, und haben auf unserem Weg mehrmals nahe Bekanntschaft mit Seelöwen gemacht (man könnte auch sagen wir sind über sie gestolpert). Die Tiere liegen nämlich ziemlich weit oben in den Dünen, was wir aber nicht wussten und deshalb auch nicht damit gerechnet haben so viele anzutreffen. In der Hütte hatten wir dann allerdings einen sehr schönen Ausblick auf den Strand und konnten uns dann bei besserem Wetter wieder auf den Rückweg zum Auto machen. Diesmal aber mit größerem Respekt und Sicherheitsabstand vor den Seelöwen.








Unser Hostelvater in Dunedin hat uns die Catlins (eine Art Nationalpark) ans Herz gelegt. Der Weg führte uns die Ostküste entlang bis fast zum südlichsten Punkt der Südinsel. Leider durften wir den südlichsten Aussichtspunkt nicht besuchen, da der Weg dorthin wegen gebährenden Schafen gesperrt war. Der Weg in die Catlins begann ganz früh am Morgen, um kurz nach Sonnenaufgang am Pinguinstrand zu sein. Wir waren auch da, nur leider die Pinguine nicht
In den Catlins haben wir viele kleine Wanderungen zu unterschiedlichen Aussichtspunkten gemacht, von Leuchttürmen über Bush Walks hin zu Wasserfällen.








Der nächste nennenswerte Stop war Te Anau, wo wir ursprümglich nur hingefahren sind, um eine Kajaktour durch die Milford Fjorde zu machen. Aus einem Tag wurden 4 Tage, da die Zufahrtsstraße zu den Fjorden wegen Lawinengefahr gesperrt war. Unsere Wartezeit haben wir mit einer Tageswanderung auf den Key Summit verkürzt. Hier kam richtiges Winterfeeling auf, da auf dem Weg nach oben und auf dem Gipfel Schnee lag. Der Ausblick von oben war herrlich und wir waren fast ganz allein auf dem Berg (auf dem Rückweg sind uns ein paar andere Wanderer begegnet). Auf dem Parkplatz haben wir Bekanntschaft mit einem Kea gemacht, einem Bergpapagei, der sich an den Fensterdichtungen der Autos zu schaffen gemacht hatte, da er von uns nichts zu futtern bekommen hatte. Zum Abschluss der Wanderung haben wir auf dem Rückweg noch an den Mirror Lakes angehalten, wo sich die Bergkulisse im See gespiegelt hat.








Nach 2 Wartetagen war die Straße wieder geräumt, allerdings wurde sie erst mittags geöffnet, und da unsere Kajaktour morgens anfing, mussten wir sie leider endgültig absagen und uns mit anderen Touristen auf ein Boot setzen. Von Milford waren wir sehr enttäuscht, es war nicht halb so schön, wie es auf den ganzen Reiseführern immer dargestellt ist. Delphine und Pinguine haben wir auch mal wieder keine gesehen, nur Robben aus der Ferne, die aber allerdings eher aussahen wie überdimensionale Nacktschnecken.




Zum Abschluss unserer Reise sind wir in die Nähe von Queenstown und Wanaka, dem größten Skigebiet der Südinsel gefahren. Allerdings sind die Skigebiete nichts im Vergleich zu deutschen Skigebieten, die Pisten waren vereist und es lag kaum Schnee. Man muss aber dazu sagen, dass wir uns ja schon dem Frühling nähern und der Schneemangel evtl. darauf zurückzuführen war. Da Queenstown die Stadt der Extremsportarten ist, haben wir uns im Tandemparagliding versucht. Wir haben uns mit dem Skilift auf den Weg zum Gipfel gemacht, wo wir wieder von einem Kea begleitet wurden. Meli ist auf den ersten Anlauf vom Berg weggesprungen und Nicki hat aufgrund von Windmangel drei Versuche gebraucht. Meli war dann auch letztendlich diejenige, die am längsten in der Luft geblieben ist aufgrund der guten Thermik. Der Ausblick auf Queenstown, die Seen und die Berge war herrlich und ein einzigartiges Erlebnis, allerdings eher entspannend als extrem.




Links Meli beim Start und rechts Nicki bei der Landung…


Und nach dem anstrengenden Flug haben wir uns dann noch einen Fergburger gegönnt, die größten und leckersten Burger ever…

Und damit war unsere Reise auch leider schon wieder vorbei. Allerdings gibt es auf der Nordinsel ja auch sehr viel schöne Dinge zu entdecken, wie unsere nächsten Einträge zeigen werden…